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Dr. Joachim Jeska


Superintendent

 

 

Kirchenkreis Osnabrück

 

Herzlich willkommen

zum 24. Rundflug durch unseren Kirchenkreis. Er beginnt im Christlichen Kinderhospital: Haben Sie den Nikolaus erkannt? Es ist Diakon Matthias Wachau, der als Klinikseelsorger im CKO aktiv ist und in diesem Jahr kurzerhand in die Rolle des Nikolaus schlüpfte - mit allerhand neuen Erfahrungen auf allen Seiten.
     Natürlich beschäftigt uns in diesen Vorweihnachtstagen, wie das Christfest werden wird. Allerlei einfühlsame Aktionen haben bereits den Advent geprägt, nun werden wir in den kommenden Tagen eine große Bandbreite an gottesdienstlichen Angeboten verantworten. Ich bin dafür sehr dankbar, dass wir uns nicht demotivieren lassen, sondern das Beste aus der Situation machen. Tatsächlich erreichen mich in der Superintendentur Beschwerdebriefe, wieso wir 2G-Gottesdienste anbieten und damit Menschen ausschließen. Ich antworte darauf gerne mit dem Hinweis, dass es auch 3G-Angebote oder OpenAir-Gottesdienste gibt, verbinde meine Replik aber mit dem eindringlichen Aufruf, sich impfen zu lassen. Es ist beruhigend, dass wir bei unseren im KK Beschäftigten eine sehr hohe Impfquote aufweisen, nur ganz wenige Menschen müssen wir da noch überzeugen. Außerhalb unserer Reihen müssen wir da noch mehr Überzeugungsarbeit leisten, vor allem aber sollten wir aufkommende Spaltungen sorgsam wahrnehmen und versuchen, sie zu minimieren.
     Vieles andere begegnet Ihnen beim Rundflug durch unseren Kirchenkreis, lassen Sie sich ruhig Zeit zum Stöbern und fliegen Sie mit!
Bleiben Sie behütet und gesegnet!

Ihr Joachim Jeska


Persönliches

Pastor Keller im Springereinsatz in St. Michaelis und St. Marien

01.11.2021
Seit dem Sommer ist Pastor Friedemann Keller als Vakanzvertreter in der St.-Michaelis-Kirche im Einsatz, seit Anfang September auch in St. Marien (jeweils 50%).
Der 48Jährige ist Springer-Pastor in unserem Kirchenkreis. Er übernimmt Vertretungsdienste, wenn etwa durch Krankheit, Elternzeit oder Wechsel der Pastor oder die Pastorin vor Ort fehlt. Es ist sehr gut, dass wir ihn haben, damit die Kolleg*innen in den jeweiligen Nachbargemeinden nicht die Last der Vakanz alleine tragen müssen. Sein Schwerpunkt liegt momentan in St. Michaelis, weil es dort keinen weiteren Pastor gibt; in St. Marien stehen für Gottesdienste neben Pastor Torsten Both auch noch Regionalbischof Selter und ich zur Verfügung. Vakant ist auch die Pfarrstelle der Timotheus-Gemeinde, hier hat Pastor Karsten Kümmel aus der Paulus-Gemeinde die Vakanzvertretung übernommen. Auch ihm ein herzlicher Dank!

Annette Kuschus ist neue EKD-Ratsvorsitzende

10.11.2021 Die westfälische Theologin Annette Kurschus ist neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Synode wählte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen zur obersten Repräsentantin. Die 58-Jährige war zuvor bereits stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende und ist nach Margot Käßmann die zweite Frau an der Spitze der EKD in deren Geschichte. Sie folgt auf Heinrich Bedford-Strohm, der nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte. Kurschus steht seit 2012 an der Spitze der westfälischen Landeskirche und hat ihren Dienstsitz in Bielefeld. Besonders geschätzt sind die Predigten der ruhig und überlegt auftretenden Theologin.

Diakonin Mittelberg als Inklusionsbeauftragte verabschiedet

19.12.2021
Am 4. Advent habe ich Diakonin Maren Mittelberg als Inklusionsbeauftragte unseres Kirchenkreises in einem Gottesdienst in der Matthäuskirche verabschiedet. Seit Mai 2015 hatte die 44-jährige Sozialarbeiterin und Diakonin die Stelle inne, die von den Evangelischen Stiftungen Osnabrück als Projekt gefördert wurde. In dieser Zeit hat sie dazu beigetragen, dass die Inklusion stärker ins Bewusstsein der Kolleg*innen im Kirchenkreis gerückt sei. Sie war die Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Inklusion. Zudem ist sie in Netz- werken, z.B. mit Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück, der Lebenshilfe, dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen und der Stadt Osnabrück aktiv gewesen und hat viel über den Tellerrand hinaus bewirkt.
     Maren Mittelberg wechselt zum 1. Januar in die Christuskirchengemeinde in Hasbergen und wird dort als Gemeindediakonin tätig sein. „Hier warten die Arbeit mit Frauen, Senior*innen und Konfirmand*innen auf mich“, erzählt die 44-Jährige. Kooperationspartnerin für Inklusion wird sie bleiben, allerdings in deutlich geringerem Umfang und ohne Stellenanteil.

Detlev Kusserow geht in den Vorruhestand

20.12.2021 Detlev Kusserow, der Leiter unseres Kirchenamtes, geht zum 31.12.2021 in den Vorruhestand. Er war seit 2013 der Leiter des aus drei ehemaligen Kirchenkreisämtern fusionierten Amtes. Zuvor hatte er bereits die Leitung des Osnabrücker Kirchenkreisamtes inne. Etliche Umzüge der Verwaltung fielen in seine Amtszeit, immer wieder standen auch strukturelle Veränderungen an, eine herausfordernde Phase. Dass das Kirchenamt nun ein sehr gutes Gebäude und einen strategisch günstigen Standort an der Meller Landstraße 55 hat, ist auch sein Verdienst.
      Unseren Kirchenkreis hat Detlev Kusserow in verschiedenen Belangen begleitet und unterstützt, so im Kirchenkreisvorstand, der Kirchenkreissynode, im Anlageausschuss und nicht zuletzt auch ganz maßgeblich als Geschäftsführer unserer Jugendstiftung. Dafür danke ich ihm in unser aller Namen ganz herzlich und wünsche ihm für die Zukunft Gottes reichen Segen.
Adventliches
Trubel, Hektik und vielleicht wieder auch Sorgen beschäftigen viele Menschen in der Vor- weihnachtszeit. Räume zum Innehalten und Besinnen haben einige unserer Gemeinden angeboten. Sie haben eingeladen, Lichtfunken in der dunklen Jahreszeit zu entdecken und die Kirchen ganz anders zu erleben. Damit wird deutlich, dass wir uns in der Adventszeit darauf vorbereiten, dass Gott Mensch wird und uns nahekommt. Hier eine kleine Bildauswahl aus der Petrusgemeinde, Südstadtkirchengemeinde, Thomasgemeinde und der Christusgemeinde Hasbergen. Vielen Dank an alle für die kreativen Ideen und die wunderbare Umsetzung!
Weihnachtliches

Vielfältige Gottesdienste zum Fest

19.12.2021 Erlebnis-Weihnachtsweg, offene Kirche mit Lesungen und Musik, Videogottesdienst, Krippenspiel „Open Air“ oder in einer Turnhalle, Weihnachten „On the Road“, Krabbelgottes-dienst, Christvesper in der Kirche und unter freiem Himmel oder klassische Festgottesdienste – unsere Kirchengemeinden haben ein vielfältiges Angebot an Gottesdiensten für die Weihnachtsfeiertage vorbereitet. Jede Gemeinde hat ein eigenes Programm zusammengestellt und wegen der Corona-Pandemie unterschiedliche Hygienekonzepte und Zugangsregeln beschlossen. Ich finde es wichtig, dass sich alle Beteiligten der Verantwortung für die Besucher*innen bewusst sind und vorsichtig und umsichtig handeln. Deswegen gibt es vielleicht kurzfristige Änderungen, über die wir auf der Homepage des Kirchenkreises und auf den Internetseiten der Gemeinden informieren. Vielfach ist eine Anmeldung für die Teilnahme am Gottesdienst erforderlich, dies ist über die Gemeindebüros oder via Internet möglich. Herzlichen Dank allen, die dafür aktiv und kreativ waren!
Interreligiöses

Neue OB von Osnabrück empfängt Runden Tisch der Religionen

03.11.2021 Bereits an ihrem dritten Arbeitstag hat die neue Osnabrücker Oberbürgermeisterin Katharina Pötter die Vertreter der Religionsgemeinschaften im Friedenssaal des historischen Rathauses empfangen: „Mein erster Empfang“, wie sie bemerkte. „Davon soll durchaus ein Signal ausgehen, das die Bedeutung des friedlichen Zusammenlebens der Religionsgemeinschaften in unserer Stadt unterstreicht. Ich wünsche mir einen engen Kontakt mit Ihnen.“ Als Mitglied am Runden Tisch der Religionen habe ich das sehr gerne gehört; ich freue mich über die Symbolik dieses Empfangs und auf die künftige Zusammenarbeit.
Synodales

Konstruktive Debatte - schwere Entscheidung

26.11.2021 Maren Bergmann berichtet:
„Die Diskussion um den Planungszeitraum 2023 bis 2028 ist uns so wichtig, dass wir uns auch in der aktuellen Situation für eine Sitzung in Präsenz entschieden haben. Grund ist, dass wir eine breite Debatte führen wollten“, sagte Dr. Gisela Löhberg, Vorsitzende der KKS.
     Bis 2028 sinken die Zuweisungen der Landeskirche an den Kirchenkreis, und damit auch an die Kirchengemeinden, schrittweise um bis zu 10,4 Prozent. Zur Abstimmung standen zwei verschiedene Modelle, wie die Mittel für Personal-, Sach- und Baukosten gekürzt werden sollen. Im Modell 1 wurde eine gleichmäßige Kürzung aller Bereiche vorgesehen. Das zweite Modell sah zunächst eine Senkung der Mittel für Personalkosten um 5 Prozentpunkte vor und erst anschließend die Umsetzung der Sparmaßnahmen. Mit 40 Ja-Stimmen, 27-Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen fiel nach einer konstruktiven Debatte die Entscheidung der KKS für das Modell 2.
     Nach der Abstimmung über die Sparmaßnahmen erläuterte Rita Steinbreder für den Planungsausschuss die weitere Arbeit am Stellen-Rahmenplan. Dieser müsse im Juni 2022 durch die KKS beschlossen werden und werde nun auf der Grundlage der beschlossenen Einsparungen erstellt. Die Gemeinden sollten die Sondierungen mit benachbarten Gemeinden und eventuellen weiteren Kooperationspartnern fortsetzen. „So kann geklärt werden, welche übergreifenden Synergien genutzt werden sollen“, sagte Steinbreder.
     Wiedergewählt wurde turnusgemäß nach der Hälfte der Legislaturperiode der Vorstand der KKS.
     Neu eingerichtet hat die KKS einen Fundraising-Ausschuss. Ihm gehören Maren Sydekum, Björn Dehnen, Dr. Jutta Tloka, Dirk Hartung, Claudia Lampe, Matthias Bochow und Fundraiserin Annette Urban-Engels an.
Kindliches

Ein Clown zu Gast in den Familienzentren

19.11.2021 Maren Bergmann berichtet:
Unsere fünf Familienzentren hatten Besuch von Clown Georg Linde, dem Osnabrücker Künstler, der seit vielen Jahren auf der Bühne zu Hause ist. Mit Jonglage, Zauberei, Feuer spucken, Comedy oder anderen Spaßmachereien bot Clown Georg für jedes Alter etwas, das die Zuschauer in seinen Bann zog.
     „In unseren Familienzentren finden Eltern und Kinder niedrigschwellige Unterstützung durch Elterncafés, allge- meine Sozialberatung oder Kursangebote für Musik, Sport und Entspannung. Sie treffen auf kompetente Ansprechpartner, wenn es um Begegnung, Bildung oder Begleitung geht“, berichtet unsere Koordinatorin Hedwig Haar. So leisteten die Einrichtungen einen wertvollen Beitrag für präventive Angebote, indem sie Orte der Begegnung und Beratung schafften.
     Für Aktionen wie den Auftritt des Clowns Georg seien zusätzliche Geldmittel erforderlich, die nur dank der Unterstützung regionaler Stiftungen zur Verfügung stünden.
„Aber der Erfolg gibt uns Recht“, sagt Haar. Die Gäste der Veranstaltungen hätten die kurzweilige Zeit mit dem Osnabrücker Künstler sehr genossen.
Jugendliches

Vernissage zum Jugendwettbewerb
"Kirche 2030"

26.11.2021
Folgender Aufruf des Kuratoriums unserer Jugendstiftung forderte die Jugendlichen in unserem KK heraus:
"Du hast einen Traum, wie sich unsere Kirche entwickeln sollte, und bist kreativ oder hast Leute in deiner Gruppe, die kreativ sind? Dann mach mit bei unserem Wettbewerb!
Kreiere ein Modell (Nutze dein altes Spielzeug, Holz, Bastelzeug oder reiche ein digitales Modell ein, in dem dein Traum von der Evangelischen Kirche 2030 dargestellt wird. Ein kurzer Text sollte beschreiben, was dir hierbei besonders wichtig ist und was sich verändern oder entwickeln müsste, damit du dich in dieser Kirche wohl fühlst."
     Pandemiebedingt haben wir die Frist zum Einreichen mehrfach verlängert, schließlich war am Reformationstag 2021 "dead line". Sehr interessante und innovative Modelle sind eingegangen, KK-Jugendwart Herlyn konnte sie bei der Kirchenkreissynode am 26.11. in der Pauluskirche präsentieren. Gerne hätten wir sie auch länger in einer Kirche ausgestellt, aber die Pandemie hat uns einmal mehr ein Schnippchen geschlagen. Aber das Kuratorium der Jugendstiftung konnte als Jury die Platzierungen festlegen. Das Foto zeigt den Siegerbeitrag von der Ev. Jugend der Südstadtkirchengemeinde. Im neuen Jahr wollen wir die Prämierung der Sieger sobald als möglich nachholen. Lukrative Preise warten. ich werde hier im Rundflug wieder davon berichten.

Neue Homepage der Ev. Jugend

25.11.2021 Die Evangelische Jugend Osnabrück ist mit einer neuen Präsenz im Internet unterwegs. Die von Frank Waniek komplett überarbeitete Website nutzt das landeskirchliche Content-Management-System max-e, welches bereits von 13 der 18 Kirchengemeinden im Kirchenkreis, dem Kirchenkreis selbst, der Evangelischen Studierendengemeinde, dem Kirchenkreisverband und dem Sprengel Osnabrück eingesetzt wird.
Hierüber können jetzt auch die Anmeldungen für alle Maßnahmen unserer Ev. Jugend online durchgeführt werden. Herzlichen Dank an Frank Waniek!
Inklusives

Osna für ALLE!

09.12.2021 Osnabrück als Inklusionsstadt. Was bedeutet das für die verschiedenen Menschen, die in Stadt und Landkreis Osnabrück leben, wohnen, arbeiten? Und wie fühlt es sich eigentlich an, mit einer Beeinträchtigung zu leben? Mit diesen Themen und Fragestellungen setzten wir uns in den Inklusionswochen vom 22.11. bis zum 05.12.2021 unter dem Motto „#osnafueralle“ auseinander.
     Während dieser Zeit konnte man in der Osnabrücker Innenstadt an verschiedenen Stationen selbst erleben, wie es sich anfühlt, den Alltag mit einer Beeinträchtigung bewältigen zu müssen. Unsere Inklusionsbeauftragte Maren Mittelberg und "Kontaktstelle Inklusion" waren natürlich mit von der Partie, eine sehr gelungene Aktion.
Diakonisches

Spatenstich in Voxtrup

09.12.2021 Karina Eggers berichtet:
Voxtrup erhält eine stationäre Pflegeeinrichtung. Dazu erfolgte am 7.12. der erste Spatenstich durch die DIOS. In Anwesenheit der Oberbürgermeisterin Katharina Pötter wurde der Baubeginn der modernen Pflegeinrichtung vollzogen. „Wir freuen uns, mit dem Spatenstich ein Zeichen für den Baubeginn der neuen Diakonie-Altenpflegeeinrichtung gesetzt zu haben“, erklärt Sabine Weber, Geschäftsführerin der Altenhilfe. „Mit der Einrichtung bieten wir 100 Bewohnerinnen und Bewohnern zukünftig ein Zuhause“, so Weber weiter. „Uns hat bei der Standortwahl geleitet, dass wir den Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Angehörigen sowie den Mitarbeitenden in unmittelbarer Nähe viele Möglichkeiten der naturnahen Erholung bieten können“, schwärmt Weber für das neue Baugebiet.
     In dem Mehrgenerationenviertel, das die Evangelischen Stiftungen entwickeln werden, wird die Diakonie Osnabrück Quartiersarbeit anbieten. „Damit stellen wir sicher, dass es ein echtes Miteinander von Alt und Jung sowie Menschen mit und ohne Pflegebedarf möglich wird.“ Die Konzepte für das Quartier sähen nämlich ein Gemeinschaftshaus vor, in dem Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung regelmäßig Einwohnern des Stadtteils begegnen. Auch die Südstadtkirchengemeinde habe Interesse gezeigt, in diesem Quartiershaus Veranstaltungen und Gottesdienste anzubieten, weiß Weber zu berichten und fährt fort: „Das finden wir großartig! Wir werden alles dafür tun, damit dieses Miteinander gelingt.“

Diskreditierung der Seenotrettung im Mittelmeer durch die NOZ

16.11.2021 Perfider Aufschlag in der NOZ: Burkhard Ewert, stellvertretender Chefredakteur veröffentlichte Mitte November einen Beitrag, in dem er deutlich macht, dass er Parallelen zwischen der skrupellosen Instrumentalisierung von Flüchtlingen durch den belarussischen Diktator Lukaschenko und der Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer durch die Evangelischen Kirche sieht. Diese Gleichsetzung weisen der Sprengel, der Kirchenkreis Osnabrück sowie die Diakonie in Stadt und Land Osnabrück entschieden zurück.
     Die zutiefst menschenverachtende Politik des belarussischen Diktators mit der Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer durch das von der EKD mit Spendengeldern finanzierte Schiff Sea-Watch 4 (das auch wir in unserem Kirchenkreis unterstützen) gleichzusetzen, entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage. Vielmehr handelt es sich um eine abstoßende Polemik, die sowohl die Evangelische Kirche als auch das Prinzip der Seenotrettung diskreditiert. Dieser geht es darum, Menschen vor dem Ertrinken zu retten, die in Lebensgefahr geraten sind, weil Schleuserbanden, die ähnlich skrupellos handeln wie der belarussische Diktator, sie mit falschen Versprechungen in eine katastrophale Situation auf offenem Meer gebracht haben.
     Wir erleben in diesen Tagen, dass unsere Gesellschaft immer stärker polarisiert wird. Daran muss sich nicht auch noch eine renommierte Tageszeitung beteiligen, dazu noch auf Kosten von Menschen, die sich für andere einsetzen.
Spirituelles

Spirituelle Fortbildung

19.12.2021
Die KAPELLE DER STILLE bietet unter dem Titel „Übungsweg Meditation – Vom Teilnehmen zum Anleiten“ erstmalig eine Fortbildung an. Menschen, die bereits meditieren, die Erfahrung haben mit Übungen zur Achtsamkeit und (auch) still beten, gibt es damit die Möglichkeit, auszuprobieren und zu lernen, eine Meditationsgruppe anzuleiten. Dazu gibt es einen Informationsabend am Freitag, 14. Januar, 17 – 18 Uhr im Gemeindehaus der Bonnuskirche. Dieser ist kostenlos und verpflichtet nicht zur Teilnahme. Für diese Veranstaltung und für alle fünf Termine der Fortbildung zwischen Februar und April 2022 gilt nach gegenwärtigen Wissensstand um die Corona-Pandemie die Regel 2 G +  In Gemeinden unseres Kirchenkreises finden sich zunehmend Menschen, die innehalten in ihrem oft geschäftigen Alltag, um gemeinsam in Stille zu meditieren. Meditation und das Gebet in der Stille sind eine alte christliche Tradition, die gerade heute Menschen wieder suchen. Die Fortbildung „Übungsweg Meditation“ richtet sich sowohl an Frauen und Männer, mit Erfahrung als Anleiter*in eines Meditationskreises haben als auch an solche, die erstmalig den Schritt vom Anleiten wagen möchten. Die Fortbildung ist ökumenisch, es kooperieren KAPELLE DER STILLE, Evangelische Erwachsenenbildung und Katholische Erwachsenenbildung. Die Kursleitung liegt bei Doris Jäger (Pastorin der KAPELLE DER STILLE), Sr. Simone Remmert (CJ, geistliche Begleiterin im Bistum Osnabrück) und Gunhild Seyfert (Meditationsbegleiterin, Loccumer Arbeitskreis Meditation). Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen das Meditieren, Achtsamkeitsübungen und Gebete mit leiblichen Gebärden. Die Teilnehmer*innen bekommen vielfältige Möglichkeiten, das Anleiten selbst auszuprobieren.
Termine der Fortbildung:
Freitag, 11.2., 17:00 bis Samstag, 12.2., 15:30 Uhr, Bischöfliches Priesterseminar, Osnabrück (inkl. Übernachtung). Anschließend jeweils in der KAPELLE DER STILLE in der Bonnuskirche: Freitag, 25.2., 17:00-20:30 Uhr; Samstag, 12.3., 10:00-16:00 Uhr; Freitag, 1.4., 17:00-20:30 Uhr; Samstag, 30.4., 10:00-16:00 Uhr. Teilnahmegebühr 225,00 € inkl. Übernachtung. Ermäßigungen sind nach Absprache möglich. Kontakt: Doris Jäger, KAPELLE DER STILLE, Obere Martinistraße 54, 49078 Osnabrück. 0541/5804833, kontakt@kapelle-der-stille.de

Bemerkenswertes

Frauenordination in Polen

16.10.2021
Als eine der letzten lutherischen Kirchen in Europa hat die polnische evangelisch-lutherische Kirche am 16.10.2021 den Weg für die Zulassung von Frauen zum Pfarramt freigemacht. Entsprechende Anträge an die Synode waren zuvor 2010 und 2016 gescheitert. Diesmal erhielt der Antrag des Frauenforums im Kirchenparlament in Warschau die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Der Beschluss tritt Anfang Januar 2022 in Kraft.
Ich freue mich mit den Amtsgeschwistern in Polen über diesen überfälligen Schritt und wünsche allen zukünftigen Pastorinnen Gottes Segen für Ihren wichtigen Dienst.
Auf dem Foto: Ev. St. Christophori-Kirche in Breslau

Männliches

7. Osnabrücker Männervesper

18.11.2021 Maren Bergmann berichtet:
„Umbrüche, Aufbrüche und Chancen" am Beispiel der Landwirtschaft, so lautete das diesjährige Thema bei der 7. Osnabrücker Männervesper, zu der die Männerarbeit im Sprengel Osnabrück einmal im Jahr einlädt. „Schimpf nicht mit vollem Mund über Landwirte, was wir essen, ist das Produkt harter Arbeit“, betonte die Referentin des Abends, Pastorin Ricarda Rabe (Kirchlicher Dienst auf dem Lande). Sie beschrieb den Strukturwandel in der Landwirtschaft. Von 1,6 Millionen Bauernhöfen in Deutschland 1949 seien heute noch rund 300.000 geblieben. Ein Landwirt habe um das Jahr 1900 vier Personen ernährt, heute seien es 134 Menschen. Jedes Jahr gäben 2 bis 5 Prozent der Betriebe auf. Eine Abfrage bei den 55 Gästen der Männervesper ergab fünf Landwirte. In deren Elterngeneration waren es noch neun, und bei den Großeltern 15, die ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdienten.
Drei große Herausforderungen nannte Rabe: Umgang mit den Böden, hohe Arbeitsbelastung und Mangel an Wissen und Wertschätzung in der Bevölkerung. Versiegelung, Erosion, Nitrateinträge und der Wettbewerb um die beste Rendite gefährdeten die Böden. Mittlerweile konkurrierten auch Fotovoltaikanlagen mit Getreide um landwirtschaftliche Nutzfläche. „Ich bin nicht gegen den Ausbau erneuerbarer Energien, aber solange es in den Städten noch Dächer ohne Solaranlagen gibt, wehre ich mich dagegen, dass Ackerflächen mit Fotovoltaik-Modulen zugebaut werden“, so Rabe.
     Ebenfalls zu Gast war der Landwirt Henrik Zühlsdorf. Er betreibt in Bersenbrück eine Biogasanlage und schilderte die Situation aus seiner Sicht. „Uns fehlt die Langfristigkeit für eine verlässliche Planungssicherheit“, betonte Zühlsdorf. Es gebe laufend gesetzliche Än- derungen, die nach einer hohen Anfangsinvestition immer wieder neue Investitionen erforderten, um die Anlage überhaupt weiterbetreiben zu können. Die garantierte Einspeisever- gütung laufe 2026 aus. „Wie es danach weitergeht, das bereitet mir schlaflose Nächte“, so Zühlsdorf.
Für das Leitungsteam der Männerarbeit im Sprengel Osnabrück bedankten sich Pastor Guido Schwegmann-Beisel und Hans-Ulrich Schwarznecker für die interessanten Einblicke und für die einleitende Andacht von Regionalbischof Friedrich Selter.
Biblisches
Anlässlich des Beginns der Bibelübersetzung Martin Luthers vor 500 Jahren wurden ein Info-Poster und weitere religionspädagogische Materialien vorgestellt. Sie vermitteln Hintergründe zur Entstehung der Lutherbibel sowie ihre langfristige Wirkung auf Sprache und Kultur. Das Projekt wurde initiiert vom Kulturbüro der EKD, der Kirchenzeitung Glaube+Heimat, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und der Deutschen Bibelgesellschaft. Die Bibelübersetzung Martin Luthers feiert im Jahr 2022 ihr 500-jähriges Jubiläum. In nur elf Wochen übersetzte der Reformator auf der Wartburg das Neue Testament ins Deutsche. Den Beginn der Arbeit datierte er auf den 18. Dezember 1521. „Von diesem Tag sind zwei Briefe überliefert“, erläuterte Dr. Jochen Birkenmeier, Historiker und Leiter des Lutherhauses Eisenach bei der Präsentation. Sie dokumentierten den Startpunkt eines Projekts, das Luther sein ganzes Leben lang begleiten sollte und das er als Kernanliegen der Reformation betrachtete.

Zur Jahreslosung 2022

09.12.2021 Regionalbischof Friedrich Selter schreibt:
„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt,
den werde ich nicht abweisen.“ (Joh 6,37)
Stellen Sie sich die Geschichte vom sogenannten verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32) vor, wie er völlig fertig und mit schlechtem Gewissen zu seinem Vater zurückkommt und ihn nur um ein bisschen Schutz und etwas zu essen bittet, vielleicht noch um eine Anstellung als Knecht. Und dann würde der Vater ihm nicht mit ausgebreiteten Armen entgegenlaufen, würde ihn nicht freudig wieder in seinem Haus aufnehmen, würde kein Fest für seine Heimkehr feiern, sondern würde seine Arme vor der Brust verschränken und sagen: „Verschwinde, du hast deine Chance gehabt und sie vertan.“ Oder würde zumindest Erklärungen und Entschuldigungen verlangen. Aber Gott ist anders. Jesus Christus zeigt uns, dass wir bei ihm willkommen sind, auch wenn Verstörendes in unserem Leben vorgefallen ist, Dinge, die uns beschämen. Die Botschaft lautet: „Es ist niemand zu groß, es ist niemand zu klein, es ist niemand zu arm oder reich. Es ist niemand zu einfach und niemand zu fein, seine Liebe gilt für alle gleich. Gott öffnet jedem die Tür, jedem, der ihn fragt …“. So formulierte es ein Lied von Manfred Siebald, das wir früher oft gesungen haben. Es gibt Menschen, deren Türen stehen immer offen und auch die Herzen. Da ereignen sich Gespräche, bei denen man Güte und Wohlwollen spürt. Da kann sogar ausgesprochen werden, was man sonst niemandem sagen möchte. Da „weht ein guter Geist.“ Es ist der gute Geist Gottes. Wie offen sind wir selbst? Gibt es Menschen, die wir am liebsten abweisen würden, die wir nicht bei uns haben wollen? Welche sind das und was sind die Gründe dafür? Und gibt es jemanden, zu dem wir selbst uns nicht trauen? Warum fürchten wir, dass wir von ihm oder ihr abgewiesen werden? Diese Fragen erscheinen mir wichtig. Nicht um Mauern der Ablehnung, die vielleicht zwischen uns und anderen stehen, zu rechtfertigen. Sondern um die Ausgrenzung zwischen uns und anderen zu überwinden. Als solche, die in Gemeinschaft mit Jesus Christus leben dürfen, sollen wir diese Gemeinschaft auch anderen schenken. Ein Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden lebt von Wohlwollen und Güte.

Verantwortlich für den Inhalt

Evangelisch-lutherischer
Kirchenkreis Osnabrück

Superintendent
Dr. Joachim Jeska

Tel. 0541 28392
sup.osnabrueck@evlka.de

Ephoralsekretariat
Jutta Naumann-Kluge
Heger Str. 14
49074 Osnabrück

Fotos:
Maren Bergmann (3), Petra Jeska (2), Joachim Jeska (1), F. Keller (1), M. Mittelberg (1), M. Wachau (1), KK Osnabrück (1), EKD (1), Dt. Bibelgesellschaft (1), Kapelle der Stille (1), DIOS (1), Stadt OS (2), PetrusKG (1), SüdstadtKG (1), ThomasKG (1), ChristusKG Hasbergen (1), Ev. Jugend (2), Sprengel OS (1)