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Brasilien: Tod am Amazonas

Michael Thiel

Direktor

 

Liebe Missionsfreundinnen und -freunde!

„Das Corona-Virus ist schuld! Es hat Wirtschaftskrisen gebracht, Gerechtigkeitskrisen und Gleichheitskrisen. Das neue Virus hat keine Krisen gebracht, es macht die Krise sichtbar, die es seit Langem gibt: die der Verachtung des Lebens!“ So schreibt es Pfarrer Dr. Mauro de Souza, 2. Vizepräsident der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) in einer Andacht.

Die Beiträge in diesem Newsletter zeigen es: Die jetzt verschärft sichtbar werdenden Krisen gab es bereits vor Corona. Sei es die drohende Vernichtung der Indigenen in Brasilien, politische Unruhen in Äthiopien, Rassismus weltweit oder Korruption in Südafrika. Die Gerechtigkeitsschere geht weiter auf.

Dagegen setzen sich engagierte Kirchenvertreter*innen zur Wehr. Sie wollen dem Leben dienen.

Der südafrikanische Rat der Kirchen (SACC) ruft zusammen mit anderen Organisationen die Öffentlichkeit auf, sich zu engagieren, weil die politische Führung im Kampf gegen die Korruption nur Lippenbekenntnisse abgibt. Der brasilianische Theologe Frei Betto übt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in einem offenen Brief scharfe Kritik an der Bolsonaro-Regierung. Die Mekane-Yesus-Kirche tut ihr Möglichstes, trotz der Unruhen das geistliche Leben aufrechtzuerhalten. Und Menschen in aller Welt beschäftigen sich mit Rassismus und seinen Konsequenzen. Ich trage ein grünes Band am Arm, das „Stillen Protest“ mit Hinweis auf Matthäus 5, 9 signalisiert.

Ich kann mich nur Mauro de Souza anschließen, der die Kirche aufgerufen sieht, dem Leben zu dienen. Gleichzeitig weiß er, die Hilfe kommt von Gott. Diese Spannung fordert auch uns heraus. In diesem Sturm ist die Kirche aufgerufen, präsent zu sein. Wir sind die Kirche! Wir glauben an die Verheißung der Barmherzigkeit Gottes; wir haben Hoffnung; wir glauben an die Auferstehung.

Mit herzlichen Grüßen aus Hermannsburg
Michael Thiel
Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen
Brasilien: Kritik an Bolsonaro-Regierung
Frei Betto© Arison Jardim / Secom (Wikimedia Commons, CC BY 2.0)

Offener Brief des brasilianischen Theologen Frei Betto

Juli 2020

Der brasilianische Theologe, Dominikaner-Bruder und Schriftsteller Frei Betto übt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in einem offenen Brief scharfe Kritik an der Bolsonaro-Regierung und bezeichnet sie u.a. als Völkermord an der indigenen Bevölkerung.

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Äthiopien: Kirchenpäsident dankt Partner*innen
Pastor Yonas Yigezu Dibisa, Präsident EECMY

Yigezu dankt ausländischen Partnern für Anteilnahme und Unterstützung in Zeiten von COVID-19

August 2020

Pastor Yonas Yigezu Dibisa, Präsident der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus (EECMY), sagt Dank: „Es ist tröstlich und ermutigend zu wissen, dass Sie in Solidarität und Gebet als christliche Geschwister an unserer Seite stehen.“  Damit reagierte er auf die große Anteilnahme der ausländischen Partnerorganisationen anlässlich seiner jüngsten Botschaft zur COVID-19-Pandemie.

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Südafrika: My children can´t breathe
Johan Robyn ist im Podcast zu hören.

Johan Robyn über Rassismus in Südafrika

August 2020

In  einem Podcast berichtet Johan Robyn, Pastor und Sozialarbeiter in der Outreach Foundation in Hillbrow, über seine Erfahrungen mit Rassismus in Südafrika. Er erinnert, wie sein eigenes Schicksal, das seiner Eltern und Großeltern, aber auch das seiner Kinder von Rassismus betroffen ist.
Unterstützt von seiner Tochter interpretiert Johan Robyn dabei seinen Text, den er für unsere im September erscheinende Zeitschrift „Mitmachen“ mit dem Schwerpunktthema „Rassismus“ geschrieben hat, neu.

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Südafrikanischer Kirchenrat (SACC) nimmt Stellung zu ...
Südafrikanischer Kirchenrat (SACC)

... Korruption und Veruntreuung von Mitteln aus COVID-Hilfsfonds

Juli 2020

„Die Korruption darf Südafrika nicht zerstören!“ Das ist die Essenz einer Erklärung, die der SACC gemeinsam mit diversen Stiftungen am 07. August 2020 veröffentlicht hat. Darin findet das Bündnis sehr deutliche Worte, die Korruption in Politik und Wirtschaft nicht länger zu verschweigen und hinzunehmen, sondern zu benennen, zu brandmarken und strafrechtlich zu verfolgen. „Benennt  die Korrupten beim Namen und stellt sie bloß!“ ist eine der Handlungsempfehlungen an die Zivilgesellschaft. Das Bündnis ruft auf, „jedes Mittel zur Mobilisierung zu nutzen, das unter den Beschränkungen von COVID-19 möglich ist, um der Regierung klar zu machen, dass wir ihre ,papierenen Versprechen‘ zur Korruptionsbekämpfung nicht akzeptieren werden.“  

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Peru: Kirchenpräsidentin der Partnerkirche tot

Pastorin Adita Torres Lescano
Bild: LWB/A. Weyermüller

Pastorin Adita Torres Lescano (60) ist gestorben

August 2020

Am 10. August erreichte das ELM die traurige Nachricht vom Tod von Pastorin Adita Torres Lescano (60), Kirchenpräsidentin der Lutherischen Kirche von Peru (IL-P).

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Auf dem Mountainbike durch Elsass-Lothringen

Pastor Jean-Luc Hauss stellt 5 Tage lang ELM-Projekte vor

August 2020

Pastor Hauss, Mitglied des ELM-Missionsausschusses, hat sich auf den Weg gemacht. Begleiten Sie ihn vom 16.-21. August auf rund 300 Kilometern durch die Vogesen von Wissembourg nach Mittelbergheim. Jeden Abend stellt er eines der ELM-Projekte vor, die von der Union der Protestantischen Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL) gefördert werden. Tägliche Berichte über seine Tour, die Landschaft, menschliche Begegnungen und Informationen zu ausgewählten ELM-Projekten finden Sie auf unserer Homepage.

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Veranstaltungen
Indigenes Dorf in Brasilien

ELMinar:
Brasiliens Indigene in der Corona-Pandemie: Gefahr für Leben und kulturelle Identität

20. August 2020, 19 bis 20:30 Uhr

Onlinebasiertes Seminar über die aktuelle Lage der Indigenen in Brasilien mit Vortrag und Diskussion.
Die Corona-Pandemie hat Brasilien schwer getroffen. Besonders ernst ist die Lage vieler indigener Völker.
Für sie stellt die Pandemie eine schwere Bedrohung ihres Überlebens dar, manche Beobachter sprechen von einem drohenden Ethnozid (Zerstörung der kulturellen Identität). Zugleich und unabhängig von der Pandemie fördert die Regierung Brasiliens durch ihre Politik die zunehmende Invasion in Indigene Territorien.

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Spenden: Corona-Unterstützung kommt an

„Dank der Unterstützung des ELM konnten wir an von der COVID-19-Pandemie betroffene Menschen in Red Hills, Mangalapuram, Thirunindravur, Pattaraiperumpudur, Akkur, Mettucheri, Kuttalam, Pollachi-II und NGGO-Colony Hilfsgüter verteilen“, freut sich Daniel Jayaraj, Bischof der Ev.-luth. Tamilkirche über die Spenden, die das ELM weitergegeben hat. In fünf weiteren Orten sei dies noch notwendig. Sobald wie möglich sollen auch dort Menschen Unterstützung erhalten.

Wir freuen uns über die große Unterstützung!
Ihre Spenden werden weiter durch die Landeskirche bezuschusst, damit für je 2 Euro Spende 3 Euro Unterstützung bei Menschen in den Partnerkirchen ankommen.

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